Über uns

 

Die Entstehung

von Karma Fair Trade, sind wunderbare Gegebenheiten, sozusagen Schicksale und ich bin froh, dass es so gekommen ist.

Also, ich Edith Malzer, war von 1992 bis 2011 bei einer kleinen Weltladengruppe in Arnsberg, Ortsteil Bruchhausen ehrenamtliche MA. Bei einem Besuch bzw. Einkauf bei der GEPA in Wuppertal, stießen wir auf eine Ausstellung des Nepra e.V., www.nepra.de. Dieser Verein betreut damals wie heute Leprabehinderte, deren Familien und andere Bedürftige in Nepal.

Da wir zu der Zeit nach Projekten suchten, damals hatten wir noch gute Überschüsse aus unserem ehrenamtlichen Engagement des kleinen Weltladens, berührte uns diese Arbeit dort in Nepal und wir beschlossen unsere Erträge dort hinzuspenden. Über einige Jahre wuchs der Kontakt zu Nepra e.V. eng zusammen und da die beiden damaligen Leiter Ernst Wegerif und Ute Bein, oft in Nepal waren, suchten sie MA in Deutschland, die den Verein vor allem während Ihrer Abwesenheit betreuen und leiten konnten. Bei einem Meeting besprachen wir mögliche Umsetzungsmöglichkeiten und entschieden uns für ein Jobsharing zwischen uns drei Frauen.

Nun zum Schicksal: 1996 besuchten Ute Bein und ich, das jährliche Treffen von Nepalinteressierten bei der Deutsch Nepalischen Gesellschaft in Bonn. Sehr interessant, dass tue ich übrigens immer noch.

Nun, auf dieser Veranstaltung gab es eine Verlosung. Das Los kostete 5,00 DM, viel Geld für mich, aber ich entschied mich trotzdem zwei zu kaufen, da es natürlich für ein Sozialprojekt in Nepal bestimmt war.

Und dann……gewann ich den ersten Preis, eine Reise für 14 Tage nach Nepal, incl. Flug und Hotel. Freude, Freude, Freude……ich kriegte mich gar nicht wieder ein…..mein Mann sagte sofort nimm die beiden Frauen mit und im März 1997 war es dann soweit. Seit dieser Zeit, lässt mich dieses Land und die Menschen und vor allem diese Projekte (die wir natürlich ausgiebig besuchten), nicht mehr los.

In den Jahren 98 und 99 arbeiteten wir dann auf eine Umstrukturierung des Vereins Nepra e.V. hin und im Jahre 2000 und 2001 wurde die Leitung in Nepal in nepalische Hände übergeben. Die damalige rechte Hand Chitra KC, vom Projektleiter hier aus Deutschland (Ernst Wegerif), wurde der Leiter in Nepal.

Wäre das nicht vollzogen worden, hätte ich mich von diesem Verein und seiner Arbeit zurückgezogen.

Heute, bin ich immer noch bei diesem Verein und jetzt auch im Vorstand tätig.

Nun, aber zu Karma Fair Trade, gegründet 1998. Wir hatten in den Jahren 96, 97 und 98 bereits viele Produkte auch über den Nepra e.V. verkauft, obwohl Matthias Mack von AKAR schon längst den Vertrieb für die Produkte aus Nepal an die Weltläden übernommen hatte und es ja auch heute noch macht. (Gott sei Dank).

Der Verkauf über Nepra e.V. passierte und geschieht auch heute noch, durch viele Ehrenamtliche die Verkaufsstände machen, Weihnachtsmärkte, Info- und Verkaufsveranstaltungen auf Kirchentagen etc.

Da ja bekanntlich gemeinnützige Vereine nur bis zu einer bestimmten Summe auch Einnahmen aus Verkäufen haben dürfen, kamen wir dieser Grenze nahe und mussten eine Entscheidung treffen. Da mir der Verkauf immer viel Spaß gemacht hat und ich diesen Part auch in diesem Team des Nepra e.V. inne hatte, beschloss ich Karma Fair Trade zu gründen, zusammen mit meinem Mann.

Nun hatte Karma Fair Trade über die Jahre weitere Produkte ausfindig gemacht, bzw. auch entworfen, sodass ein eigenes Sortiment schon seit einigen Jahren vorhanden war. Diese Artikel allerdings noch nicht an die Weltläden verkauft wurde, da das der ursprünglichen Vereinbarung mit Matthias widersprach.

Nach einem Gespräch mit Matthias und Amy Mack, Weihnachten 2008 entschieden wir, unsere Produktpaletten eindeutig zu trennen und somit war der Weg für uns frei, an die Weltläden zu gehen.

Am 1.8.2011 zogen wir in ein größeres Ladenlokal mit Lager (unser Wohnhaus wurde jetzt einfach zu klein). Hier wurde dann auch der Weltladen vom Pfarrheim in das Ladenlokal umgesiedelt und die Verkaufszahlen wuchsen. Seit Juli 2014 haben wir auch eine Postfiliale in unseren Räumen und die Verkaufszahlen des Weltladens sind nochmals gestiegen.

Unser Ziel: Menschen helfen – konkret den Produzenten und Ihren Familien (da hängt ja mehr dran als nur der einzelne Arbeiter), – durch fair gezahlte Löhne, durch gegenseitiges Verstehen wollen, Kulturen prallen nun mal aufeinander – und das wird auch bei der Produktentwicklung deutlich – es ist und bleibt eine ständige Gratwanderung zwischen den Grenzen – und die Frage: Wie weit darf ich mich einmischen? Wie weit darf ich Vorschriften machen? Gespräche sind so wichtig und ständige Verbindung (gut dass es das Internet gibt, so können wir uns das alle leisten).

Wir sind anerkannter Lieferant des Weltladendachverbandes und Mitglied im Fairband.

 

Ich wünsche uns allen gute Kontakte, gute Zusammenarbeit und gute Geschäfte.

 

 

 

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